Donnerstag, 28. Oktober 2010

Afrika

Die schwarzafrikanische Küche umfasst die kulinarischen Gewohnheiten der Bevölkerung Afrikas südlich der Sahara. Dazu zählt Westafrika, Zentralafrika und Ostafrika.
Grundlage einer Mahlzeit ist oft ein aus zerstoßenem Getreide oder Wurzeln hergestellter Brei. Vielerorts in Afrika dient dieser Brei als Ersatz für Brot und andere Beilagen. Verwendete Körner sind unter anderem Mais, Maniok und Hirse. Körner und Wurzeln werden im Mörser zerstoßen und gekocht, bis ein dicker Brei entsteht, der mit den Fingern gegessen werden kann. Dazu werden Eintöpfe oder Saucen gereicht, die je nach Region Hülsenfrüchte und verschiedene Gemüse, selten Fleisch und an den Küsten Fisch enthalten. Exotische Wildtiere werden auf dem Markt als Bushmeat bezeichnet, neben Antilopen können das auch Affen, Schlangen, Fledermäuse oder Rohrratten sein. Das beliebteste Fleisch ist Huhn, gefolgt von Gänsen, Perlhühnern, Enten und Kaninchen. Es ist durchaus üblich, Fleisch und Fisch in einem Gericht zu kombinieren.[1]
Die wichtigsten Gewürze, vor allem im Süden, sind Salz und Cayennepfeffer. Viele Speisen werden mit Palmöl zubereitet, das Karotin enthält und ihnen dadurch eine rötliche Farbe gibt. Zum Würzen verwendet werden auch Thymian, getrocknete Baobabblätter und -früchte, Mohrenpfeffer, Kubebenpfeffer, Kurkuma, Ingwer, Chili, Zitronengras, getrocknete Okras, Spinat, Erdnüsse und Sesam

Die Verwendung von Erdnüssen oder Erdnussbutter als Basis von Saucen und Eintopfgerichten ist typisch für diese Küche. Zu einem Eintopf mit Gemüse oder Fleisch wird oft Reis gekocht, mögliche Beilagen sind zum Beispiel hart gekochte Eier, aufgeschnittene Früchte, Gurken, Zwiebeln, Chutney oder geröstete Nüsse.


Wenn Ogodugu Omoka, von allen einfach Omoka genannt, anfängt über seine Ambitionen die Gastronomie betreffend zu sprechen, setzt sich ein Leuchten in sein ohnehin schon offenes Gesicht. „Wenn Leute sagen, es schmeckt ihnen, das ist Glück. Ich liebe es für meine Gäste zu kochen.“ Das ist das eine, was Omoka seit mehr als 5 Jahren mit seinem Restaurant unweit des Lendplatzes motiviert und bestätigt. Mindestens ebenso wichtig ist dem leidenschaftlichen Gastwirt mit seiner offenen Herzlichkeit einen Rahmen zu schaffen, wo Menschen sich amüsieren können, lachen und nicht immer über Probleme zu sprechen.

Schwierige Zeiten hat es für ihn natürlich auch gegeben. Jahre anstrengender Schichtarbeit bei Magna, im Hinterkopf das eher für die spätere Zukunft angelegte Vorhaben eines eigenen Restaurants. „Die Idee hat es eigentlich schon immer gegeben“ – und dann war es plötzlich soweit, die gewerberechtlichen Voraussetzungen eignete er sich mit Elan an, den unternehmerischen Geist und die Erfahrung in der Gastronomie bringt er aus seiner Heimat Nigeria mit. Eine lange Geschichte, die im Betrieb der Mutter, die eine Mensa mit 20 Beschäftigten am Polytechnikum in Auchi (Provinzstadt in Edo State, 150km von Benin City) bis zu ihrer Pension vor einem Jahr betrieb, beginnt. Als Küchenchef war Omoka für die tägliche Ausgabe von 500-600 Essen an die StudentInnen und Lehrkörper aber auch Mitarbeiter von angrenzenden Betrieben verantwortlich. Eine andere Herausforderung fand er in der Folge in dem internationalen 4* Hotel IBRO in der Hauptstadt Abuja oder im Betrieb seiner Tante in Lagos.

Als derzeit einziges afrikanisches Restaurant in Graz vereinigt das OMOKA viele unterschiedliche Interessen und Erwartungen, die durchwegs harmonisch und lebendig koexistieren. Für AfrikanerInnen bedeutet das Restaurant ein Stück Afrika, ein Gefühl von Heimat das durch die originalen Speisen, die Musik und das Environment gewährleistet wird – „All of that together create that homefeeling – OMOKA Restaurant presents Africa“, spricht ein Gast für viele, für die das Lokal ein wichtiger Ort des Wohlbefindens und Lebensfreude darstellt.

Was die zahlreichen nichtafrikanischen AnhängerInnen seines Lokales angeht, so berichtet Omoka nicht ohne Stolz, wie diese mittlerweile ganz selbstverständlich Pounded Yam mit Eggusi (Sauce aus Melonenkernen), Moi Moi (Bohnenpudding, nigerianische Spezialität) oder D.G. (Kamerunischer Eintopf) bestellen und auch keine Angst vor Peppersoup haben, die außer wirklich scharfem Pfeffer noch Fisch, Rind- oder Ziegenfleisch enthält. Die vielen Fragen in den Anfängen haben sich also gelohnt.

OMOKA RESTAURANT
Restaurant, Bar, Buffet & Catering
Neubaugasse 7
A-8020 Graz
Tel. 0664/4152296 | http://www.omoka.at